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05.12.2020
Allgemein

Zimt – ein Allroundwunder?


Zimt ist heutzutage aus der Weihnachtszeit nicht mehr wegzudenken, ob bei Gebäck wie Zimtsternen, als natürlicher dekorativer Behang am Weihnachtsbaum oder auch als Duftstoff.

Schon vor 5000 Jahren wurde Zimt in China verwendet, dort nutzte man es meist noch als Heilmittel, das ins Essen gegeben wurde. Hier handelt es sich jedoch nicht um das bekannte Pulver oder die Zimtstange, sondern um Zimtöl. In der Antike wurde dann Zimt vornehmlich als Duftstoff und auch als Räucherwerk verwendet, so huldigten die Römer ihren Göttern. Bei uns zu Lande wurde Zimt aber erst im Mittelalter gebräuchlich und diente da vorwiegend als Würzmittel. Gewürze waren im Mittelalter jedoch ein sehr teures Gut, welches in Gold aufgewogen wurde.

Aber wie wird Zimt eigentlich hergestellt?

Zimt ist keine Frucht, sondern wird aus der dünnen Innenschicht des Zimtbaumes hergestellt. Diese Zimtbäume wachsen in sogenannten Zimtgärten. Für die Herstellung von Zimt werden Zweige abgeschnitten und entrindet. Die Rinde wird nun in Matten zum Fermentieren eingeschlagen, sodass sich die aromatische Schicht der Rinde ablöst. Diese Schicht wird dann in der Sonne getrocknet. Dadurch entsteht eine papierdünne Schicht, die sich zusammen rollt. Die Röllchen werden als letztes ineinander geschoben und zugeschnitten, sodass am Ende die allerorts bekannten Zimtstangen entstehen. Aus den Resten und Bruchstücken entsteht dann das Zimtpulver, welches wir häufig für Süßspeisen und viele andere Leckereien verwenden.

Zimt ist aber nicht nur als Gewürz für Süßspeisen, Gebäcke und Getränke gut. Auch als Gewürz für Enten-, Gänse- und Schweinebraten kann es ein ganz tolles Aroma erzeugen. In Marinaden ist es fast unentbehrlich und in Currypulver ist es immer enthalten. Ein bisschen Zimt ist somit von vielen Gerichten nicht wegzudenken.

FUN FACTS: Die wahre Herkunft von Zimt wurde in der Antike und dem frühen Mittelalter noch teilweise verschleiert. So wurde von sagenhaften Zimtvögeln berichtet, die aus der Rinde der Zimtbäume Nester bauten und diese stark verteidigten. Noch im 5. Jahrhundert beschrieb Herodot, ein griechischer Geschichtsschreiber, Zimt als eine Unterwasserpflanze, die in einem magischen Gewässer wächst.

Carina Giard

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