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30.10.2020
Allgemein

Kürbis mal anders


Unsere „Kräutermarie“ Martha Marie Frahm stellt interessante Ideen vor, was man mit dem Herbstgemüse so alles machen kann.

Jetzt beginnt wieder meine Zeit – die Herbstzeit. Alles wird bunt und die Welt leuchtet in den schönsten Farben. Kastanien, Eicheln und Blätter sammeln, Tee auf der Couch vor dem Kamin trinken und Gemüse, Obst, Beeren und Kräuter aus dem Garten ernten, lagern oder trocknen, sind nur ein paar der tollen Möglichkeiten aus dieser Zeit.

Der Kürbis, der von Botanikern als Beere kategorisiert wird, hat gerade im Oktober durch Halloween eine besondere Bedeutung für uns. Was viele jedoch nicht wissen, sind die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten des Kürbisses, und welche tolle Wirkung er für uns und unseren Körper erzielen kann.

Die enthaltenen Wirkstoffe in den Kernen und im Fruchtfleisch sind entwässernd, entwurmend, entzündungshemmend und harntreibend. Ebenso enthalten sind größere Mengen Carotin, aus dem der Körper das Vitamin A herstellt, Vitamin E und C, Kieselsäure, die übrigens sehr gut für straffes Bindegewebe und tolle kräftige Nägel ist, Ballaststoffe, Mineralstoffe und Folsäure finden wir u. a. auch. In der traditionellen chinesischen Medizin schreibt man ihm sogar lindernde Wirkung bei Husten und Asthma zu. Als Öl kann es gegen Cellulite unterstützend wirken. Die Kerne werden u. a. bei Blasen- und Prostataleiden verwendet. Als Maske für das Gesicht und den Körper hilft es gegen Hautunreinheiten und Pickel, hat eine straffende Wirkung und verleiht der Haut wieder Geschmeidigkeit. Wichtig ist nur: immer einen Speisekürbis und niemals einen Zierkürbis verwenden!

Wer sich nun zuhause für Halloween mit den Kindern, dem Partner, den Freunden oder der Familie fröhlich ans Aushöhlen und Schnitzen macht, dem kann ich wirklich empfehlen, den Kürbis dabei vielseitig einzusetzen und gerade auch das gesunde Innenleben nicht einfach in den Müll zu werfen (Thema Nachhaltigkeit).

Je nach Größe und Personenanzahl werden Kürbisse benötigt. Welche Sie da nehmen, ist egal – Hauptsache Speisekürbis! Ich nehme bei 2 Personen einen großen Speisekürbis und/oder 2–3 Hokkaidos. Den Kürbis aushöhlen, Kerne vom Fruchtfleisch lösen, abwaschen und trocknen, entweder zum Naschen oder Weiterverarbeiten, wie z.B. rösten oder um Öl herzustellen. Das Fruchtfleisch mit Wasser in einem Topf zum Kochen bringen. Währenddessen kann man gut die Hülle des Kürbisses schnitzen und mit schönen und gruseligen Gesichtern verzieren.

Wenn der Kürbis genug gekocht hat, teile ich ihn in 3–4 Teile auf. Aus einem Teil mache ich Brot oder eine Suppe (oder beides), mit dem zweiten Teil und den Kernen (sobald sie trocken sind) stelle ich Kürbisöl her. Mit dem letzten Teil mache ich eine Maske für die Haare, Gesicht und den Körper. Einfach z.B. mit Aloe Vera, Kokosöl, Honig und etwas Quark oder Milch mischen und 15 Minuten einwirken lassen. Wenn man Meersalz oder Zucker mit reinmischt, hat man ein wunderbares Peeling.

Kürbisse sind viel zu wichtig für uns, als dass wir ihnen nicht mehr Aufmerksamkeit schenken sollten. Gerade mit Kindern ist so eine Kürbismaske sehr spannend und lustig anzuwenden. Ein Spaß für groß und klein.

Eine wundervolle Herbstzeit an alle, tolle Kürbiskreationen und Happy Halloween.

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Geschrieben von
Martha Marie Frahm
Ich interessiere mich für alternative Heilmethoden aus der Natur und experimentiere viel mit Pflanzen.
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