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19.09.2021
Garten

Gartentipps im Herbst


Gartensparte Erholung

Was steht jetzt bei der Gartenpflege an und was sollte beachtet werden?

Auch wenn zurzeit alle Pflanzen, Bäume und Sträucher in unseren Gärten zur Höchstform aufgelaufen sind, es lässt sich nicht verleugnen – der Herbst steht vor der Tür. Es ist eine wunderschöne Jahreszeit, bedeutet aber auch, die bevorstehende Arbeit zu planen und die Gartengeräte und Werkzeuge in Form zu bringen.

Im Herbst legen wir den Grundstein für das kommende Gartenjahr, bereiten unseren Garten auch auf den Winter vor. Der Herbst ist für uns nicht das Ende der Gartensaison, er bietet sich mit seinen noch immer warmen Tagen an, neue Pflanzen für den Frühling in die vorbereitete Erde zu bringen. Es werden aber nicht nur Pflanzen gesetzt, sondern auch ausgegraben. Viele Pflanzenzwiebeln und -knollen sind nicht winterhart, sollten in der Herbstsonne trocknen und dann frostsicher eingelagert werden. Damit kann man schon im September beginnen. Auch unsere Hecken werden im Herbst geschnitten, es werden keine Vögel mehr bei der Brut gestört und die Hecken und Sträucher können zur Winterruhe übergehen.

Im Herbst fällt naturgemäß viel Laub in den Gärten an. Es eignet sich wunderbar für den Schutz der Beete und von Pflanzen, die im Boden überwintern. Laub schützt den Boden vor Austrocknung und gerade unsere Sträucher und Hecken brauchen auch in der kalten Jahreszeit Feuchtigkeit. Schließlich suchen auch viele Tiere in unseren Gärten ein Winterquartier, da ist ein Laubhaufen immer willkommen.

In diesem Jahr waren unsere Apfel- und Birnenbäume reichlich mit Früchten besetzt und versprechen eine reiche Ernte. Nun ist die Zeit gekommen, diese zu ernten, zu verwerten oder einzulagern. In vielen Gärten sieht man noch die „alten“ Obstbäume, deren Äpfel bei entsprechender Lagerung auch noch im März schmecken. Sind die Äpfel gepflückt, lässt der Gartenfreund in der Baumspitze immer ein paar Früchte am Ast – die Vögel danken es. Die Bäume sollten mit Leimringen versehen werden. Raupen können diese nicht überwinden. Wie unsere Hecken sollten auch die Obstbäume im Herbst geschnitten werden, beginnen kann man im September mit den Pfirsichbäumen. Da das Schneiden von Obstgehölzen nicht jedermanns Sache ist, sollte sich der unerfahrene Kleingärtner Rat suchen oder einen Fachbetrieb damit beauftragen.

Im Regionalverband der Gartenfreunde Uecker-Randow e. V. steht dafür ein Fachberater bereit und der Landesverband der Gartenfreunde Mecklenburg und Vorpommern e. V. unterhält im Bereich des Regionalverbandes Mecklenburg-Strelitz einen Lehrobstgarten. Dort finden regelmäßig, so Corona es zulässt, Schulungen statt.

Rasen spielt in fast jedem Garten eine Hauptrolle und deshalb sollte er im Herbst besonders gepflegt werden. Auch damit kann man schon im September beginnen. Nach einem letzten Schnitt sollten Pflanzenreste und Laub unbedingt von der Rasenfläche entfernt werden, damit sich keine Pilze breitmachen können. Durch das Entfernen von Laub und anderen Pflanzenabfällen verhindern wir Fäulnisbildung. Abgeerntete Bodenflächen sollten grob geebnet werden und ab Oktober dann umgegraben. Das grobe „auf Scholle legen“ ermöglicht das Durchfrieren des Bodens und macht ihn krümelig und wasserdurchlässig.

Vergessen wir auch nicht unsere Gartenmöbel und Gartengeräte. Sie vor dem Einlagern zu reinigen, ggf. mit einem neuen Anstrich zu versehen. Die Geräte nach der Reinigung zu konservieren, ermöglicht einen unbeschwerten Start in die neue Gartensaison – und die erwartet der richtige Gartenfreund wie in jedem Jahr sehnsüchtig.

Auch wenn der Herbst viel Arbeit bedeutet, wichtig ist, dass wir die Zeit im Garten auch zur Entspannung nutzen.

Geschrieben von
Detlev Herrenkind
Vorsitzender des Regionalverbandes der Gartenfreunde Uecker-Randow e.V.
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