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19.04.2022
Allgemein

Ein Jahr mit dem Wald – Folge 4: April


Ein Jahr mit dem Wald – Folge 4: April

Im Wald können wir die vier Jahreszeiten intensiv erleben. Kälte und Stille im Winter, das Aufblühen im Frühling, das pralle Leben im Sommer und die Vielfalt im Herbst. Kommen Sie mit auf einen Streifzug durch unsere heimischen Wälder und erfahren Sie viel Wissenswertes über Bäume, Tiere und Pflanzen.

Pflanzen

Bäume wie die Douglasie, die Eibe, die Fichte oder die Lärche fangen an zu blühen. Auf dem Boden tun es ihnen Scharbockskraut, Taubnessel oder Ehrenpreis nach, auch Walderdbeere und Waldmeister erblühen im April. Bis zum Sommer bilden ab jetzt die Laubbäume ein dichtes Blätterdach, so dass es auch an heißen Tagen schön kühl im Wald ist und ein Waldspaziergang sehr erholsam sein kann.

Tierwelt

Jetzt ist die Zeit, wo die Lurche laichen und die Nachtigallen zusammen mit einigen anderen Vogelarten aus dem Süden zurückkehren. Bei den Baummarder-Familien stellt sich der Nachwuchs ein. In der Regel kommen dann drei bis fünf Junge zur Welt. Erstaunlich: Schon nach drei Monaten ist der Nachwuchs selbstständig. Der Igel beendet im April seinen fast ein halbes Jahr dauernden Winterschlaf und die Wildschweine streifen mit ihren Frischlingen umher. Der ganze Wald ist jetzt auch wieder erfüllt von den verschiedensten Vogelgesängen und den Rufen des Kuckucks.

Kleine Baumkunde: Lärche

Die Lärche (lat. Larix decidua) gehört zu den farbenprächtigsten Bäumen. Im Frühjahr trägt sie ein saftig-grünes Kleid und im Herbst erstrahlt sie in leuchtendem Gelb. Danach ist es allerdings mit der Pracht vorbei, denn als einziger heimischer Nadelbaum wirft die Lärche im Winter wie alle Laubbäume ihre Nadeln ab. Die Lärche ist äußerst widerstandsfähig. Ihr können weder Temperaturen von minus 40 Grad noch sommerliche Hitze etwas anhaben. Diese Zähigkeit überträgt sich auf ihr Holz, das überall dort eingesetzt wird, wo große witterungsbedingte Belastungen auszuhalten sind. So wurden früher etwa die Balken der Mühlenflügel aus Lärchenholz gezimmert. Sie kann ein Alter bis zu 800 Jahre und eine Höhe von 
30 bis 50 Metern erreichen.

Wussten Sie schon, …

… dass Igel im Winterschlaf bis zu 30 Prozent ihres Körpergewichts verlieren und deshalb im Frühling sehr hungrig auf Insekten, Spinnen und Schnecken sind?

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Geschrieben von
René Plückhahn
Die Vermarktung und Entwicklung von Ideen und kundenorientieren Konzepten ist mein Hauptbereich in unserem Unternehmen, persönlich und direkt vor Ort.
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