Vörfreud’ up dat schöne Osterfest mit Osterbrüük


Karin Albrecht hat für uns ein paar schöne und typische Osterbrüük (Osterbräuche) auf plattdeutsch aufgeschrieben.

Dat Osterwaterhalen

Dat Water ward an’n Ostermorgen noch vör Sünnenupgang ut ’ne Quell schöppt un mütt schwiegend nah Huus bröcht warden. Wecker sick dormit wascht, verspräkt sick dorvon Gesundheit un schönet, junget Utseihn. Würr unnerwägens vertellt orrer lacht, wier de Wirkung wech, denn wier dat blots noch wiertloset „Schlatterwater“.

Dat Stüpen

Dörch ludes, iewriges Schlagen mit bunte Osterrauden ut gräune Barkenriesers warden an’n Ostermorgen de Langschläpers ut ehre Betten halt. Gliektiedig warden dorbi lütte Ostergawen inföddert. Dorbi warden de Riemels upseggt: „Stüp, stüp, Osterei…“

Dat Eiertrudeln

De Kinner gahn vörmiddags mit ehre kakten Ostereier nah eenen Hügel, wo se de Eier von baben daltrunneln laten. Se versöken dorbi, de Eier von anner Kinner to dräpen un antoknicken. Wenn een Ei intwei is, kriggt et de „Sieger“. To’n Schluss warden all Eier upäten.

De Osterappel

Dat is een Appel, de an’n Ostermorgen up ’n nüchtern Maach äten ward. Dorvon sall een dat ganze Johr gesund bliewen.

Osterfüer

Grote Holthümpels warden in Flammen sett’t. Mit den güllen Lichterschien warden de Sünn un dat Frühjohr willkamen heiten. Licht bedüdet Glück un Fruchtborkeit. To dat Osterfüer moeten alle Lüüd wat tostüern: Holt orrer annern Brennstoff. Oft ward eene Strohpopp verbrennt, wat een Symbol för den starwenden Winter is.

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Karin Albrecht

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