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01.08.2021
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Efoilen – das Schweben oder Fliegen übers Wasser


Efoilen – das Schweben oder Fliegen übers Wasser

Das Wetter lädt gerade dazu ein, an den See zu fahren und sich im oder auf dem Wasser sportlich zu betätigen. Der in Deutschland noch recht unbekannte Sport Efoilen ist perfekt, um den Alltag zu vergessen und etwas Neues und Aufregendes zu lernen.

Seit Juli 2021 bietet Efoil Uckermark auf dem Prenzlauer Uckersee zweistündige Kurse an. Ein Trainer ist immer für ein bis zwei Schüler da, so dass die optimale Betreuung gewährleistet ist. Ich bekam die Möglichkeit, es auszuprobieren. Wer will nicht übers Wasser schweben oder fliegen? Oder am Anfang vielleicht nur über das Wasser surfen? Kann man das wirklich in 2 Stunden lernen? Schafft man es überhaupt, auf dem Board zu knien, ohne über eine längere Strecke runter zufallen oder vielleicht sogar noch aufzustehen? Diese Fragen kann ich mit einem ganz klaren „Ja!“ beantworten. Ich war skeptisch und hatte viel Respekt. Zunächst wird das Board erklärt. Es hat hinten einen Mast, der das Board mit den Flügeln verbindet. Sie befinden sich unter Wasser und sorgen dafür, dass das Schweben oder Fliegen möglich wird. Am Mast und über den Flügeln befindet sich der Motor, der via Bluetooth mit einer Fernbedienung verbunden ist, so dass man Gas geben und die Gänge einstellen kann. Die Fernbedienung hält man immer in der Hand. Im Board ist ein Akku installiert, der etwa zwei Stunden hält. Die Ladezeit beträgt auch wieder zwei Stunden. Ein Neoprenanzug, eine Weste und ein Helm sind für die eigene Sicherheit wichtig, da man das eine oder andere Mal ins Wasser fällt. Bei der Einweisung zeigt der Trainer, wie man auf dem Board liegt, kniet, aufsteht und wo man seine Füße positioniert. Er fragt, ob körperliche Einschränkungen bestehen und es Erfahrung im Wassersport oder im Fahren von Skate- bzw. Snowboard gibt. Bisher stand ich lediglich auf einem SUP-Board. Über meine Badesachen zog ich den Neoprenanzug und legte die Schutzkleidung an. Dann ging es mit dem Efoil ins Wasser. Ich war ziemlich aufgeregt, da meine Ausdauer nicht die beste ist. Auch beim Thema Armkraft, die wichtig ist, um auf das Brett zu kommen, gibt es Verbesserungsbedarf. Doch wenn man die Technik erst einmal verstanden hat, funktioniert es. Ich hätte nicht gedacht, dass ich 90 Minuten auf dem Wasser durchhalte.

Anfangs fuhr ich im Liegen. Als ich sicher genug war, probierte ich, mich hinzuknien. Ich landete nicht nur einmal im Wasser, da ich erst mein Gleichgewicht und die richtige Position finden musste. Ich wurde sicherer und konnte dann die Arme seitlich ausstrecken, um im Knien durch Gewichtsverlagerung aus dem Wasser zu kommen und zu schweben. Das klappte bei mir leider nicht ganz. Jedoch konnte ich nach mehreren Versuchen auf dem Board stehen, was für ein unbeschreibliches Gefühl! Die Zeit, die ich auf dem Board stand, wurde immer länger. Nach einer Weile konnte ich Kurven fahren.

Mit diesem tollen Erfolgserlebnis hätte ich persönlich nie gerechnet, da ich auch den Wellengang fürchtete. Doch gerade sie waren ein zusätzliches Highlight. Der perfekte Abschluss war wirklich das Schweben bzw. das Fliegen übers Wasser, was zweimal gelang. Das zweite Mal sogar ohne, dass ich direkt wieder ins Wasser fiel.

Es war ein einmaliges Erlebnis! Dank der individuellen Tipps des Trainers lassen sich schnell Erfolge erzielen. Ich kann nur empfehlen, es einfach selbst auszuprobieren! Ein großes Dankeschön an Jonas Busch, Michael Kranz und Maximilian Zingelmann von Efoil Uckermark, die mir den Kurs ermöglicht haben.

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Geschrieben von
Carina Giard
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