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17.04.2021
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Altes Hobby neu entdeckt: Nähen


Altes Hobby neu entdeckt: Nähen

Immer mehr Menschen entdecken das Nähen für sich. Für einige ist es ein ganz neues Hobby, andere haben es nach Jahren wieder neu entdeckt. Ob Taschen, Babysachen oder Kleidung für einen selbst, alles kommt unter die Nadel der Hobbyschneider*innen. Manche sind sogar so begeistert von ihrem Hobby, dass sie in ihm ihre Berufung finden und ein Gewerbe anmelden, um fortan für ihre kleinen und großen Kunden Kunstwerke zu zaubern.

Um sein Nähzubehör immer an einem Ort zu haben, kann man sich einfach selbst Taschen, Täschchen oder auch Nadelkissen nähen. Gerade ein Nadelkissen, welches man auch am Handgelenk trägt, kann besonders nützlich sein, da man die Nadeln immer griffbereit hat und sie nicht überall auf dem Tisch oder der Nähmaschine verstreut liegen. So können sie auch nicht herunterfallen und Kinder, Haustiere oder einen selbst gefährden.

Ein Nadelkissen kann man ganz einfach selbst aus Stoffresten, die man meistens von anderen Projekten noch zu liegen hat und die ansonsten im Müll landen würden, nähen. Ein selbst genähtes Blumennadelkissen kann zudem ein tolles Geschenk sein.

Material für Nadelkissen:

  • Stoffreste
  • Nähnadel
  • Stecknadel
  • Nähgarn
  • dickes Garn
  • Füllmaterial (Watte)
  • hübsche Knöpfe
  • Druckknöpfe oder ein breites Gummiband
  • Schere
  • Lineal oder Maßband
  • Stift
  • Nähmaschine

Aus den Stoffresten werden 2 Kreise mit einem Durchmesser von 12 cm ausgeschnitten. Für ein zweifarbiges Nadelkissen werden insgesamt 8 Quadrate à 6 x 6 cm aus 2 verschiedenen Stoffen ausgeschnitten. Davon werden dann jeweils 4 Quadrate aneinander genäht, sodass ein größeres Quadrat entsteht. Aus diesem Quadrat wird dann auch wieder ein großer Kreis ausgeschnitten.

Die beiden Kreise werden nun rechts auf rechts zusammengelegt, das heißt, die Seiten, die später außen seien sollen, liegen aufeinander. Nun wird der Kreis mit einer Nahtzugabe von ca. 1 cm bis auf eine kleine Wendeöffnung von ca. 3 cm zusammengenäht. Wichtig ist hier, die Naht am Anfang und am Ende zu verriegeln, das heißt, mit der Nähmaschine wird kurz vor und zurück genäht.

Nun wird die Nahtzugabe alle 1-2 cm eingeschnitten, sodass nach dem Wenden und Befüllen mit dem Füllmaterial (Watte) ein schönes rundes Nadelkissen entsteht.

Die Wendeöffnung wird dann mit einem Leiterstich geschlossen.

Jetzt wird das dickere Garn durch eine Nähnadel gefädelt und am Ende wird ein Knoten gemacht. Die Nadel wird nun mittig durch das Nadelkissen gestochen und dann einmal um die Hälfte des Kissens herumgeführt bis zu dem Punkt, wo die Nadel durchgestochen wurde. Dann wird die Nadel wieder an dem Punkt eingestochen und diesmal so um das Nadelkissen geführt, dass ein – entsteht. Das wird nun wiederholt, bis ein + entsteht. Der Faden muss dabei immer gut festgezogen werden, sodass später die Blumenform entstehen kann. Das Nadelkissen ist nun in 4 Teile unterteilt.

Als Nächstes wird das Prinzip wiederholt und das Kissen wird in 8 Teile untergliedert.

Danach empfiehlt es sich, einen Knoten ganz nah am Kissen zu machen.

Dann kann der Knopf, am besten eignet sich einer mit nur einer Öse, am Nadelkissen befestigt werden. Wenn das Kissen nicht am Arm getragen werden soll, wird auf der anderen Seite noch ein Knopf befestigt.

Um das Nadelkissen am Arm tragen zu können, gibt es 2 Möglichkeiten. Entweder macht man aus den übrigen Stoffresten ein Band, welches dann mit Druckknöpfen geschlossen wird. Oder man bezieht ein Gummiband mit Stoff und befestigt dieses am Nadelkissen. Natürlich kann man auch nur das Gummiband am Nadelkissen befestigen.

Für die Druckknopf-Variante werden die langen Seiten von einem Stoffstreifen, der 11 cm breit ist, zusammengenäht. Die schöne Seite des Stoffes liegt wieder innen. Nachdem die langen Seiten zusammengenäht wurden, wird eine kurze Seite auch zusammengenäht. Die Nahtzugabe beträgt bei allen Nähten wieder 1 cm. Um die Länge des Bandes zu bestimmen, legt man es probeweise, bevor es zusammengenäht wird, um den Arm und passt es individuell bei sich an. Hierbei muss die Nahtzugabe sowie der Teil, der sich überlappt und an dem die Druckknöpfe festgemacht werden, mitbedacht werden.

Um das Band nun zu drehen, empfiehlt es sich, eine Sicherheitsnadel in dem zugenähten kurzen Ende zu befestigen. Dadurch kann das Band ganz einfach gedreht werden. Man kann alternativ aber auch einen Stift verwenden. Nun muss nur noch der Stoff vom offenen Ende nach innen geschlagen werden und zugenäht werden.

Dann werden die Druckknöpfe am Band befestigt, sodass es gut am Handgelenk sitzt.

Für die Gummiband-Variante muss das Gummiband passend für das Handgelenk mit etwas Nahtzugabe (1-2 cm) zugeschnitten werden. Wird nur das Gummiband unbezogen verwendet, werden nun die beiden Enden zusammengenäht. Um das Gummiband zu beziehen, wird wieder ein Stoffstreifen benötigt, der so wie in der Druckknopf-Variante zusammengenäht wird. Wichtig ist hier, dass das Stoffband gut über die stärkste Stelle der Hand passt.

Im Stoffband wird nun jeweils am Ende das Gummiband angenäht, sodass sich der Stoff am Ende leicht zusammenschiebt, da das Gummiband kürzer als das Stoffband ist.

Abschließend kann dann das jeweilige Band am Nadelkissen befestigt werden.

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Geschrieben von
Carina Giard
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