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08.01.2026
Allgemein

Winterpause lässt Arbeitslosigkeit im Dezember steigen


Agentur für Arbeit

Im Dezember 2025 waren im Landkreis Vorpommern-Greifswald 10.514 Menschen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote lag bei 9,2 Prozent. Das waren 397 Arbeitslose mehr als im November und 74 mehr als im Dezember 2024.

Als Hauptgründe nennt die Arbeitsagentur die Winterpause in witterungs- und saisonabhängigen Berufen sowie eine geringere Einstellungsdynamik rund um die Feiertage. Besonders betroffen waren die Regionen Wolgast und Anklam (Insel Usedom).

Trotz des Anstiegs bewertet die Arbeitsagentur die Entwicklung als moderat: Die Quote lag auf dem Niveau des Vorjahresmonats.

Rückblick 2025: Arbeitsmarkt insgesamt robust

Im Jahresdurchschnitt 2025 waren 10.565 Menschen arbeitslos gemeldet, das entspricht einem Plus von 1,6 Prozent gegenüber 2024. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote lag bei 9,3 Prozent.

Saisonal erreichte die Arbeitslosigkeit im Januar mit 11.322 Personen (9,9 Prozent) den Höchststand. Im Oktober sank sie auf 10.088 Arbeitslose, die Quote lag bei 8,9 Prozent (bis November stabil). Ab der Jahresmitte wirkten sich größere Entlassungen belastend aus.

Die Unternehmen meldeten 2025 insgesamt 4.851 neue Stellen, 55 mehr als 2024. Erst zum Jahresende wurde das Vorjahresniveau bei der Nachfrage nach Arbeitskräften wieder übertroffen.

Weiterbildung, Demografie und Beschäftigung

Für 2026 wollen Arbeitsagentur und Jobcenter stärker in Weiterbildung investieren. Hintergrund: 43,6 Prozent der Arbeitslosen haben keinen Berufsabschluss. 2025 starteten 1.524 Personen eine geförderte Weiterbildung, 122 mehr als 2024.

In den nächsten zehn bis zwölf Jahren scheiden im Landkreis rund 22.000 Beschäftigte altersbedingt aus. Im Juni 2025 waren 83.277 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt (965 weniger als im Juni 2024). Deutsche Beschäftigung sank um 1.427, ausländische Beschäftigung stieg um 462.

Dezember im Detail: Regionen, Rechtskreise, Stellen und Leistungen

Arbeitslosenquoten nach Geschäftsstellen im Dezember: Anklam 10,5 Prozent, Greifswald 7,5 Prozent, Pasewalk 12,1 Prozent, Ueckermünde 10,8 Prozent, Wolgast 8,8 Prozent.

Im Vorjahresvergleich stieg die Arbeitslosigkeit in Greifswald, Pasewalk und Wolgast; in Ueckermünde und Anklam ging sie zurück.

Nach Rechtskreisen:

  • SGB III (Arbeitsagentur): 3.552 Arbeitslose, 12 weniger als vor einem Jahr

  • SGB II (Jobcenter): 6.962 Arbeitslose, 86 mehr als vor einem Jahr


Im Dezember wurden 438 neue Stellen gemeldet, vor allem aus Gesundheits- und Sozialwesen (77), Unternehmensverwaltung/-beratung (47), Gastgewerbe (46) und Handel (41).

Im Dezember 2025 erhielten 3.395 Personen Arbeitslosengeld (7 mehr als vor einem Jahr). Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im SGB II lag bei 12.621, das sind 615 weniger als im Dezember 2024.

Termin und Ausblick

Am 20. Januar findet von 9.30 bis 13 Uhr im Berufsinformationszentrum (BiZ), Am Gorzberg Haus 7 in Greifswald, eine Bildungsmesse statt. Eingeladen sind Interessierte, Unternehmen und Beschäftigte.

Für Januar wird ein weiterer saisonaler Anstieg erwartet; der Höchststand der saisonbedingten Arbeitslosigkeit wird voraussichtlich im Februar erreicht.

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