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25.04.2021
Regionales

Partnerschaften unserer Städte und Gemeinden


Welttag der Partnerstädte

Viele Städte und Gemeinden pflegen partnerschaftliche Verbindungen zu anderen Orten. Ziel dieser Partnerschaften ist es, sich kulturell und wirtschaftlich auszutauschen. Wir nehmen den Welttag der Partnerstädte heute am 25. April zum Anlass, die Städte- und Gemeindepartnerschaften der Uecker-Randow-Region kurz vorzustellen. Oft wurden eigens Vereine gegründet, wie z.B. in Penkun. Die Partnerschaften finden sich auch in Straßennamen der Orte wieder. So erhielt in Löcknitz eine neu gebaute Straße in einem Wohngebiet den Namen „Sassenberger Straße“. In Torgelow existiert die „Espelkamper Straße“ und in Eggesin wurde eine Straße nach der Partnerstadt Złotów benannt.

Eggesin & Ennigerloh

Bereits seit 1990 existiert  die Städtefreundschaft zwischen Eggesin und der westfälischen Stadt Ennigerloh mit ihren Ortsteilen Enniger, Ostenfelde und Westkirchen. Sie befindet sich im Städtedreieck Münster – Bielefeld – Hamm und zählt ca. 20.500 Einwohner. Ennigerloh ist eine relativ junge Stadt. Ihr wurde erst 1976 das Stadtrecht verliehen. Gegenseitige Besuche zu Höhepunkten in beiden Städten fördern und bereichern die freundschaftlichen Beziehungen.

Torgelow & Espelkamp

Am 19. September 1990 unterzeichneten die Städte Torgelow und Espelkamp ihre Partnerschaft. Die zentral in Nordrhein-Westphalen gelegene Stadt beheimatet 26.360 Einwohner. Bis heute gibt es zahlreiche Kontakte zwischen den Verwaltungen, den Parlamenten, den Feuerwehren, Unternehmen und auch privater Art. Neben den städtepartnerschaftlichen Verbindungen zu Torgelow pflegt Espelkamp auch eine Städtepartnerschaft zu Angermünde in Brandenburg.

Penkun & Fors

Die Stadt Fors in Frankreich befindet sich im Ballungsraum südöstlich von Niort. Sie ist Heimat für 1.800 Einwohner. Regelmäßig besuchen Delegationen beider Städte einander. Im vergangenen Jahr konnten Penkun und Fors sozusagen die Silberne Hochzeit feiern. 1995 war die Städtepartnerschaft unterzeichnet worden. Der Club der Deutsch-Französischen Freundschaft in Penkun unter der Leitung von Frau Prignitz ist bei der Organisation der Treffen federführend.

Ferdinandshof & Dänischenhagen

Dänischenhagen ist eine Gemeinde mit 3.881 Einwohnern im Landkreis Rendsburg-Eckernförde in Schleswig-Holstein. Gegründet wurde der Ort einst unter dem Namen Slabbenhagen, jedoch sucht man die Gründungsurkunde vergebens. Erste Erwähnung fand Slabbenhagen 1274 im Kieler Stadtbuch. 1632 kaufte der dänische König Christian IV. den Ort und benannte ihn in Christianhagen um. Später wurde er oft als Königshagen bezeichnet. 1706 tauchte zum ersten Mal die Redewendung „Zum Dänischen Hagen“ in einer Kirchenurkunde auf. Daraus wurde später Dänischenhagen. Ferdinandshof und Dänischenhagen unterzeichneten am 30.08.91 die Partnerschaft. Seitdem finden gegenseitige regelmäßige Besuche zu den jeweiligen Höhepunkten in den Gemeinden statt.

Ferdinandshof & Kołobrzeg

Die Partnerschaft zwischen den Gemeinden Ferdinandshof und Kołobrzeg in der Wojwodschaft Westpommern (Polen) geht auf das Jahr 1996 zurück. Zur Landgemeinde Kołobrzeg gehören 28 Ortschaften, in denen 10.424 Einwohner leben. Die bestimmt vielen durch den Tourismus bekannte Stadt Kołobrzeg gehört ihr allerdings nicht an. Sie bildet eine eigene Stadtgemeinde. Regelmäßig treffen sich die Vereine und Bürger beider Gemeinden. So weilte selbstverständlich auch eine Delegation aus Kołobrzeg während der Festwoche anlässlich des 300-jährigen Bestehens des Ortes im Jahr 2006 in Ferdinandshof.

Eggesin & Złotów

Die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Städten Eggesin und dem polnischen Złotów reichen schon bis in das Jahr 1973 zurück. Entstanden ist diese Freundschaft durch Eggesiner Angler und Fußballer. Bereits im Jahr 1986 schlossen beide Städte einen Freundschaftsvertrag ab. Nach der politischen Wende wurde dieser Vertrag 1992 überarbeitet und neu ausgerichtet. Złotów ist eine Stadt mit ca. 18.500 Einwohnern, die 1665 das Stadtrecht verliehen bekam. Sie liegt im Gebiet der Krajenska Hochebene.

Pasewalk & Police

Partnerschaftliche Verbindungen pflegt Pasewalk u. a. zu Police, das 20 Kilometer nördlich von Stettin liegt und Heimatstadt für 35.000 Einwohner ist. Am 15. Juli 1999 beurkundeten Vertreter beider Städte die schon länger bestehende Kooperation schriftlich. Seither entstand eine wahre Freundschaft nicht nur zwischen den Rathäusern der beiden Städte, sondern auch zwischen Vereinen in Kultur, Bildung und Sport, aber vor allem auch zwischen den Menschen auf deutscher und polnischer Seite. Viele gemeinsame Erlebnisse und Projekte zeugen davon in der Grenzregion. Polices Bürgermeister Władisław Diakun und die Pasewalker Bürgermeisterin Sandra Nachtweih sind gern gesehene Gäste bei vielfältigen Veranstaltungen in der jeweils anderen Partnerstadt. Das 20-jährige Jubiläum der Unterzeichnung der Städtepartnerschaft wurde 2019 gebührend im Historischen U in Pasewalk gefeiert. Kann man sich momentan auch nicht gegenseitig besuchen, findet trotzdem ein reger Austausch zwischen beiden Rathäusern statt, wie es eben unter Freunden üblich ist.

Ueckermünde & Pyrzyce

Zwar gab es schon im Sommer des Jahres 2016 die ersten Kontakte zur Gemeinde Pyrzyce aus der Metropolregion Stettin, jedoch wurde die Städtepartnerschaft mit dem Seebad Ueckermünde erst im November 2017 in Ueckermünde und dann im Januar des kommenden Jahres in Polen unterzeichnet. Vertreter von Vereinen, Verbänden und Institutionen auf kultureller, sportlicher, schulischer, sozialer und wirtschaftlicher Ebene arbeiten seither zusammen.

Pasewalk & Halen

An der Feldschlacht bei Halen vom 12. August 1914 war auch die Kavallerie aus Pasewalk beteiligt. Nach der politischen Wende suchten die Belgier die Wurzeln der im ersten Weltkrieg an der Schlacht beteiligten Kavalleristen und fanden sie in Pasewalk. Bereits am 20.10.2001 wurde zwischen Halen und der Stadt Pasewalk ein Partnerschaftsvertrag unterzeichnet. Zur Vertragsunterzeichnung weilte auch eine 50-köpfige Delegation aus Halen in Pasewalk. Zum ersten Gegenbesuch in Belgien starteten die Pasewalker ein Jahr später. Seither pflegen beide Städte eine intensive Partnerschaft und besuchen sich regelmäßig, zuletzt im November 2019. Themen in angeregten Gesprächsrunden sind u.a. Kultur, Sport, Soziales, Senioren, Jugend, Kommunalpolitik und die Geschichte der Kürassiere, die beide Städte verbindet.

Einer, der die Freundschaft besonders pflegte, war Marcel Corthouts. Er zählt zu den Mitbegründern der Städtepartnerschaft und war bei den regelmäßigen Treffen immer mit dabei. Leider wird er bei der Jubiläumsfeier in diesem Jahr nicht mehr dabei sein können. Am 18.02.21 verstarb er nach längerer Krankheit. Tiefbewegt nahmen die Pasewalker Abschied von einem besonderen Freund.

Pasewalk & Norden

Im Februar des vergangenen Jahres konnten die Städte Pasewalk und Norden das 30-jährige Jubiläum der Unterzeichnung ihrer Städtepartnerschaft feiern. Am 28.02.1990 hatten die amtierende Pasewalker Bürgermeisterin Bärbel Steinmüller und ihr Stellvertreter Marquardt den Vertrag unterzeichnet. Seither wurden die Ostfriesen zu Freunden. Jährliche gegenseitige Besuche, Präsentationen auf Messen der Partnerstadt und die Teilnahme an Jubiläumsveranstaltungen von Vereinen oder der Feuerwehr sind feste Termine in den Kalendern. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums pflanzten die Bürgermeister beider Städte einen Gingkobaum im Pasewalker Lindenbad, der von den Freunden aus Norden gestiftet wurde. Ein Höhepunkt der Treffen in Pasewalk ist seit 1997 immer das Boßeln, die Volkssportart der Ostfriesen. Beim Pokal der Bürgermeisterin im Jubiläumsjahr 2020 belegten die Norder allerdings nur den 3. Platz hinter zwei Mannschaften aus Pasewalk. Auch die Pasewalker Partnerstadt Police, unter der Leitung ihres Bürgermeisters Władisław Diakun, ist gern mit einer Mannschaft beim Boßeln vertreten. Im letzten Jahr landeten sie auf dem 7. Platz.

Zwar können Corona-bedingt momentan keine Treffen stattfinden, aber der Freundschaft zwischen den Städten tut das keinen Abbruch. Dass die Norder trotzdem an ihre Pasewalker Freunde denken, bewies gerade ein ins Pasewalker Rathaus geschicktes Care-Paket mit einem lieben Brief ihres Bürgermeisters Heiko Schmelzle.

Ueckermünde & Sande

Die freundschaftlichen Beziehungen zwischen der Gemeinde Sande in Friesland und dem Seebad Stadt Ueckermünde währten schon siebzehn Jahre, ehe die offizielle Partnerschaft im Juni 2007 unterzeichnet wurde. Besonders intensive Verbindungen auf sportlichem Gebiet pflegen seit Beginn der Partnerschaft der TuS Sande und der Ueckermünder Turnverein 1861. Federführend bei der Partnerschaft waren Klaus Bünting aus Sande sowie der Ueckermünder Rudi Roloff mit ihren Familien und Sportlern beider Vereine. Die Beziehungen zwischen den Vereinen beider Städte und den Feuerwehren halten immer noch an. Vertreter aus Verwaltung und Politik treffen sich regelmäßig zum Erfahrungsaustausch.

Sassenberg & Löcknitz und Plöwen

Seit 1991 pflegen Löcknitz und Plöwen partnerschaftliche Verbindungen zur Stadt Sassenberg im Münsterland. Nach der Wende suchten viele Gemeinden der alten Bundesländer Partnerschaften in den neuen Bundesländern. So auch Sassenberg, im Kreis Warendorf. „Ursprünglich hatten die Sassenberger die Stadt Waren für sich auserkoren“, weiß der Löcknitzer Bürgermeister Detlef Ebert zu berichten. Zwar fanden erste Gespräche zwischen den Vertretern beider Städte in Malchow statt, doch die Münsterländer suchten weiter und stellten eine Anfrage an die Löcknitzer, die Anfang der 90er Jahre noch eine Verwaltungseinheit mit der Gemeinde Plöwen bildeten. Grund des Interesses der Sassenberger waren private Beziehungen nach Retzin. Da Löcknitz nach der Wende noch nicht über ein „vorzeigbares“ Hotel verfügte, beschloss man, die Delegation bei ihrem ersten Besuch privat unterzubringen. Man war sich sofort sympathisch und beschloss die Partnerschaft, die am 5. Oktober 1991 unterzeichnet wurde. Seither besuchen sich Delegationen regelmäßig. Die freundschaftlichen Beziehungen werden nicht nur auf verwaltungstechnischer Ebene gepflegt. Zwischen den Vereinen und der Feuerwehr gibt es enge Verbindungen, die sich auch in den Straßenbezeichnungen in den Orten widerspiegelt. So existieren in Löcknitz eine Sassenberger Straße und ein Füchtorfer Weg, nach einem Ortsteil Sassenbergs benannt. Löcknitz und Plöwen standen Pate für die Namensgebung neuer Straßen im Münsterland.

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Geschrieben von
Doreen Vallentin
Ich manage unser Unternehmen und bin täglich in der Region unterwegs, um die neuesten Eindrücke und Ideen der Menschen vor Ort einzufangen und aufzuschreiben.
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