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12.01.2022
Allgemein

Ein Jahr mit dem Wald – Folge 1: Januar


Ein Jahr mit dem Wald – Folge 1: Januar

Im Wald können wir die vier Jahreszeiten intensiv erleben. Kälte und Stille im Winter, das Aufblühen im Frühling, das pralle Leben im Sommer und die Vielfalt im Herbst. Kommen Sie mit auf einen Streifzug durch unsere heimischen Wälder und erfahren Sie viel Wissenswertes über Bäume, Tiere und Pflanzen.

Pflanzen

Der Januar steht sicher nicht sinnbildlich für das Erblühen von Fauna und Flora, und doch, auch in diesem Wintermonat schläft die Natur nicht komplett. Wer jetzt einen Waldspaziergang macht, kann mit etwas Glück den Schwarzen Nieswurz, besser bekannt als Christrose, an buschigen Hängen in lichten Buchen- und Buchenmischwäldern blühen sehen. Man findet ihn aber auch in Fichtenwäldern.

Tierwelt

Nach einer Tragzeit von bis zu 13 Monaten bekommt der Dachs manchmal schon im Januar Nachwuchs. Er kann bis zu fünf blinde Junge zur Welt bringen. Der Dachs mit seinem kompakten und gedrungenem Körper gehört zu den Erdmardern. Er hat einen schlanken Kopf, eine rüsselartige Schnauze und kräftige Grabpfoten. Charakteristisch für den Dachs ist vor allem die schwarz-weiße Zeichnung des Kopfes.

Jagdzeit

Im eisigen Januar gibt es im Wald nicht viel zu tun. Wer im Wald Wintersport betreibt, sollte aber besser nicht die Wege verlassen, denn es ist Jagdzeit. Waldwirtschaft und Jagd sind aufs engste miteinander verbunden. Eine angemessene Wilddichte sorgt für ein ausgeglichenes Waldwachstum.

Kleine Baumkunde: Kiefer

Die Föhre, auch Waldkiefer genannt, ist sehr anspruchslos und kann deshalb auch gut auf trockenem und sandigem Boden gedeihen, der in unserer Region weit verbreitet ist. Manche unter uns werden die Kiefer auch unter der Bezeichnung „Kienbaum“ oder „Pechbaum“ kennen. Die paarweise angeordneten Nadeln sind 4 bis 8 cm lang und leicht gedreht. Die Zapfen der Kiefer sind etwa 8 cm lang und 3 bis 4 cm breit und enthalten 3 bis 5 mm kleine Samenkörner, die im März/April freigegeben werden. Eine 100-jährige Kiefer produziert jährlich etwa 1.600 Zapfen mit rund 800 Samen. Außerdem kann die Waldkiefer (lat. Pinus sylvestris) ca. 35 m hoch und bis zu 500 Jahre alt werden.

Wussten Sie schon, …

… dass die Waldfläche im Altkreis UER ca. 60.000 ha und damit über ein Drittel beträgt?

… dass es ca. 20 verschiedene Baumarten im heimischen Wald gibt?

… dass der Anteil der Nadelbäume dabei mit zwei Drittel am höchsten ist?

… dass die Kiefer mit einem Anteil von 57 % der häufigste Baum ist? Sie verweist die Buche (10 %), Eiche (7 %), Roterle (6 %), Birke (5 %), Fichte (5 %), Lärche (3 %) und Douglasie (1 %) auf die weiteren Ränge.

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Geschrieben von
René Plückhahn
Die Vermarktung und Entwicklung von Ideen und kundenorientieren Konzepten ist mein Hauptbereich in unserem Unternehmen, persönlich und direkt vor Ort.
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