Arbeitsmarkt im August stabil – Hohe Nachfrage nach Nachwuchskräften
Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Vorpommern-Greifswald verharrt im August bei 9,1 Prozent und verzeichnet damit die typische Sommerpause. Während der Vorjahresvergleich eine positive Tendenz zeigt, bietet der regionale Ausbildungsmarkt kurz vor dem offiziellen Herbstbeginn noch zahlreiche Chancen.
Im August stieg die Zahl der arbeitslosen Frauen und Männer leicht um 44 Personen auf insgesamt 10.325. Dieser geringe Anstieg wirkte sich jedoch nicht auf die Gesamtzahl aus. Im Jahresvergleich entspannt sich die Lage weiter: Im August des Vorjahres lag die Quote noch bei 9,4 Prozent mit rund 400 Arbeitslosen mehr.
Pasewalk verzeichnet stärksten Rückgang
Innerhalb des Landkreises zeigt sich ein differenziertes Bild. Während Greifswald mit 7,9 Prozent und Wolgast mit 7,2 Prozent die niedrigsten Werte melden, liegen die Quoten in Anklam bei 10,4 Prozent, in Ueckermünde bei 11,5 Prozent und in Pasewalk bei 11,8 Prozent. Den deutlichsten Rückgang gegenüber dem Vorjahr erzielte allerdings der Bezirk Pasewalk: Hier schrumpfte die Zahl der Arbeitssuchenden um 113 Personen.
Mit dem bevorstehenden Ende der Sommersaison empfiehlt die Agentur für Arbeit Beschäftigten in befristeten Verhältnissen oder Saisonstellen, sich rechtzeitig zu melden. Um finanzielle Nachteile wie Sperrzeiten zu vermeiden, muss die Arbeitsuchmeldung spätestens drei Monate vor Ablauf des Vertrags oder binnen drei Tagen nach einer Kündigung erfolgen. Das gesamte Verfahren lässt sich online über den digitalen Service der Arbeitsagentur abwickeln.
Freie Lehrstellen in Handwerk und Technik
Der Ausbildungsmarkt bleibt kurz vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres dynamisch. Rund 300 freie Ausbildungsplätze stehen Jugendlichen im Landkreis derzeit noch zur Verfügung. Mehr als 80 Prozent davon entfallen außerhalb des Gastgewerbes auf Berufe mit guten Zukunftsperspektiven. Gesucht werden unter anderem angehende Land- und Baumaschinenmechatroniker, Umwelttechnologen sowie Schilder- und Lichtreklamehersteller. Auch ein Einstieg nach dem 1. September ist in vielen Betrieben problemlos möglich.
Unternehmen meldeten der Arbeitsagentur im August knapp 400 neue Stellen. Der größte Bedarf besteht aktuell im Gesundheits- und Sozialwesen, im Gastgewerbe sowie im öffentlichen Dienst und Bildungsbereich.