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01.10.2026
Allgemein

Arbeitslosigkeit sinkt unter die 10.000er-Marke


Agentur für Arbeit

Nach der Sommerpause zieht der Arbeitsmarkt in Vorpommern-Greifswald spürbar an: Erstmals seit vier Jahren sinkt die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahr, während Pasewalk, Ueckermünde und Anklam von der Herbstbelebung profitieren.

Der Arbeitsmarkt in der Region verzeichnet zum Herbstanfang eine positive Wende. Im September sank die Gesamtzahl der arbeitslosen Frauen und Männer im Landkreis Vorpommern-Greifswald um 442 Personen. Damit liegt die Zahl mit aktuell 9.883 Arbeitslosen erstmals wieder unter der Marke von 10.000. Die Arbeitslosenquote fiel im Vergleich zum Vormonat August von 9,1 auf 8,7 Prozent.

Neben saisonalen Effekten durch den Ausbildungsstart und Nachholbedarfe nach der Urlaubszeit zeigt sich auch im Vorjahresvergleich eine Besserung: Im September 2025 waren noch 10.306 Menschen ohne Job gemeldet.

Rückgang in den Geschäftsstellen Uecker-Randow

Der positive Trend erfasst alle Standorte im Landkreis, unterscheidet sich regional jedoch in der Ausprägung. In den südlichen Geschäftsstellen des Bezirks bleiben die Quoten zwar vergleichsweise hoch, verzeichnen aber deutliche Rückgänge.

  • Pasewalk: Arbeitslosenquote bei 11,4 Prozent (stärkster Rückgang im Landkreis mit minus 5,5 Prozent bzw. 97 Personen gegenüber dem Vorjahr)
  • Ueckermünde: Arbeitslosenquote bei 11,3 Prozent
  • Anklam: Arbeitslosenquote bei 9,7 Prozent
  • Greifswald: Arbeitslosenquote bei 7,5 Prozent
  • Wolgast: Arbeitslosenquote bei 7,0 Prozent

Deutlicher Rückgang bei der Jugendarbeitslosigkeit

Besonders Jugendliche und junge Erwachsene unter 25 Jahren profitieren von der aktuellen Entwicklung. In dieser Altersgruppe verzeichnete die Agentur für Arbeit 1.140 Gemeldete – das sind 5,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die Quote sank hier von 10,5 auf 9,8 Prozent.

Dennoch bleibt die Qualifizierung der Haupthebel für die Vermittlung: Rund 80 Prozent der arbeitslosen Unter-25-Jährigen besitzen bisher keine abgeschlossene Berufsausbildung. Arbeitsagentur und Jobcenter setzen daher verstärkt auf Weiterbildungsangebote und Eingliederungshilfen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Nachfrage nach Fachkräften bleibt hoch

Arbeitgeber meldeten dem Arbeitgeber-Service im September insgesamt 389 neue offene Stellen. Der Gesamtbestand im Landkreis liegt damit bei 2.417 Angeboten. Über 80 Prozent der gesuchten Positionen richten sich gezielt an Fachkräfte. Der stärkste Bedarf besteht aktuell in folgenden Branchen:

  • Gesundheits- und Sozialwesen (55 neue Stellen)
  • Baugewerbe (44 neue Stellen)
  • Gastgewerbe (41 neue Stellen)
  • Öffentliche Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung (36 neue Stellen)

Für den Monat Oktober erwartet die Agentur für Arbeit eine weiterhin stabile Lage auf dem regionalen Arbeitsmarkt, bevor ab November die üblichen witterungsbedingten Einschränkungen einsetzen.

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